Was schmeckt dem Kunden? Über digitales Lösungsmanagement im Firmenkundengeschäft

Autor: Friederike Seliger
Die Finanzlieferkette im Überblick
Die Finanzlieferkette im Überblick

Die Welt unserer Kunden ist dank Digitalisierung, Internet und sozialer Medien transparent geworden. Kunden tauschen sich auf digitalen Plattformen aus, teilen dort ihre Erfahrungen und bewerten Unternehmen und deren Produkte. Unternehmen stellen sich heute diesen Herausforderungen, weil sie sonst am Markt keine Chance mehr haben.  

Der Einzug der Digitalisierung in die Finanzwelt erfordert, konsequent die Perspektive der Kunden einzunehmen. Angebote dürfen nicht mehr im Elfenbeinturm entwickelt werden, sondern müssen dem Kunden schmecken. Deutlich komplexer als im Privatkundengeschäft mit seinen zahlreichen Apps und Anwendungen ist das Firmenkundengeschäft. Spricht man bei uns im Haus mit Kollegen aus dem Innovationsmanagement des Zahlungsverkehrs oder Firmenkundengeschäfts wird schnell deutlich, wie grundsätzlich sich die Perspektive verändert hat. Früher wurden unsere Produkte in gängige Bankbedarfsfelder wie Absicherung, Vorsorge, Investition und Finanzierung oder Liquidität und Zahlungsverkehr unterteilt. Heute richten wir unser Augenmerk auf unsere Kunden und die ganzheitliche Betrachtung ihrer internen und externen Herausforderungen. Diese sogenannte Finanzlieferkette beschreibt alle Aktivitäten von der Qualifizierung der Geschäftspartner, über die Finanzierung, die Preisfindung, die Absicherung der Transaktion bis hin zur Erstellung der Rechnung, der Prüfung der Lieferung und dem Eingang der Zahlung sowie dem Forderungsmanagement.

Voraussetzung für die Entwicklung neuer Lösungen ist ein detailliertes Verständnis für die Prozesse in den Unternehmen. Dazu sind wir sind in das Gespräch mit Kunden gegangen, haben uns Schritt für Schritt erklären lassen, wie zum Beispiel der Rechnungsprozess in ihren Unternehmen abläuft.

Dabei hat sich bestätigt, dass trotz fortschreitender Digitalisierung vor allem kleinere Geschäftskunden viele administrative Prozesse noch per Hand abwickeln, was enorm zeitraubend ist. Ein Maler sollte sein Geld damit verdienen, Wände weiß zu malen und sich nicht mit dem Schreiben von Rechnungen oder der Kontrolle, ob sie bezahlt wurden, aufhalten müssen. Gerade große Kunden sind hier schon viel weiter und haben ganz andere Anforderungen wie etwa Übersichtlichkeit, Zeit- und Kostenersparnis sowie die Verbesserung der internen Prozesse durch digitale Lösungen. In allen Fällen müssen die Lösungen nicht nur durch ihre Funktionalität überzeugen, sondern „cool“ sein, intuitiv bedienbar, und sich ohne großen technischen Aufwand in die bestehende IT der Unternehmen integrieren lassen.

Mit einigen Lösungen, die bei der Vereinfachung von Prozessen helfen, ist die DZ BANK bereits auf dem Markt bzw. in der Pilotierung. Dazu zählen zum Beispiel SMART Purchase zur Optimierung des Lieferantenmanagements oder auch VR BusinessOnline, einer Plattform für Online-Anfragen zu Finanzierungsbedarfen und dem VR FinanzGuide.

6. September 2017, 7:50 Uhr

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