Hörhinweis: Inside ICO und Token Sale: TenX berichtet im Podcast

Autor: Dirk Elsner

Initial Coin Offering (= ICO) und Token Sales sind derzeit im Zuge des Hypes um Kryptowährungen und Blockchain-Technologie ein angesagtes Thema. Und dies, ohne dass wirklich klar ist, was genau dahinter steckt.  Am Wochenende habe ich einen sehr interessanten Podcast gehört, der einen tiefen Einblick in die Finanzierung via. ICO gibt und den ich hier zum Nachhören empfehlen möchte:

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Vor zwei Wochen hatte meine Kollegin Michelle Berger hier im Innovationsblog erstmals über einen noch jungen Trend, die sogenannten ICOs, geschrieben. Der Bezeichnung Initial Coin Offering (= ICO) ist zwar begrifflich angelehnt an den englischen Begriff für Börsengang: Initial Public Offering (IPO), hat aber mit einem Börsengang wenig gemeinsam, mit Ausnahme, dass darüber auch Projekte oder Unternehmen finanziert werden können. Das Phänomen ICO zu verstehen, ist nicht einfach, weil verschiedenste Erklärungen zu finden sind. Das liegt auch daran, dass die ICOs sehr unterschiedlich ausgestaltet werden.

Ich habe ICOs einmal in einer Kolumne als eine abgeleitete Form von „Kryptowährungen“ bezeichnet, weil sie auf der Blockchain-Technologie basieren und wie Kryptowährungen an privaten Handelsplätzen gehandelt werden. Beim ICO werden statt Aktien sogenannte Tokens beziehungsweise Coins angeboten (daher der oft synonym verwendete Begriff Token Sale). Tokens kann man sich als digitale Coupons vorstellen, die wie eine Kryptowährung gehandelt werden können. Mit dem Erfolg des Projektes soll dann auch der Wert des Tokens steigen. Als einer der ersten ICOs gilt übrigens Ethereum, die Kryptowährung mit der hinter Bitcoin zweithöchsten Marktkapitalisierung. Ethereum wiederum bildet die technische Grundlage für viele weitere ICOs.

Der Podcast gehört zu der  sehr empfehlenswerten Reihe Kryptoshow von Dr. Julian Hosp, der das Unternehmen TenX mitgegründet hat. TenX hat eine Debitkarte für Bitcoin, Ethereum und andere Kryptowährungen entwickelt (siehe Julian Hosp im Gespräch mit t3n). In der Folge 52, die während eines Meetups in Frankfurt entstanden ist, gibt das Team von TenX sehr detaillierte Insides über die Vorbereitung und Durchführung eines solchers ICOs, insbesondere aus rechtlicher und (sicherheits-)technischer Sicht. So erfährt man warum TenX lieber den Begriff Token Sales statt ICO verwendet, gegen welche Angriffe von Betrügern sich das Unternehmen wehren musste und wo für Anleger besondere Gefahren lauern. Deutlich wird das ein ICO keine weder für den Emittenten noch für Käufer eine triviale Angelegenheit ist und jede Menge Fallen lauern.

16. August 2017, 8:27 Uhr

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