Innovation LAB (1/10): Drei Jahre Innovation LAB – Lessons Learned

Autor: Franz Welter
Bildschirmfoto 2016-09-02 um 08.29.20

Seit drei Jahren gibt es das Innovation LAB der DZ BANK Gruppe. In dieser mehrteiligen Blog-Serie wollen wir den Fokus auf einzelne Aspekte des Innovation LAB legen. Wie kommen Themen ins Lab? Wie stellen wir die Teams zusammen? Wo arbeiten wir und mit welchen Methoden? Wie kooperieren wir mit Fintechs? Was ist bisher dabei herausgekommen? Interesse geweckt? Sehr schön, dann viel Spaß mit dem ersten Beitrag.

In diesem Beitrag wollen wir einige Erfahrungen teilen, die wir in den ersten drei Jahren Innovation LAB gesammelt haben. Vieles hat funktioniert, einiges auch nicht und darum geht es in den folgenden Zeilen. 2016 haben wir das Innovation LAB der DZ BANK Gruppe gestartet. Ziel war es (und ist es heute in einem unserer Formate immer noch) in drei Monaten bestehende Ideen zu evaluieren und mit Hilfe agiler Methodik prototypisch zu verproben. Gearbeitet wird in kleinen, interdisziplinären Teams, häufig in Kooperation mit Startups und primär mit der Methode SCRUM (wer mehr zum ursprünglichen Format wissen möchte, findet u. a. hier Details).

Was hat funktioniert?

Bisher haben 26 Teams das Innovation LAB durchlaufen. Über 75 % der Themen, die im Lab waren sind bereits live oder in der Umsetzung. Mit vielen Startups wurden Kooperationen geschlossen, mit über 100 Volksbanken Raiffeisenbanken zusammengearbeitet und als Nebeneffekt über 200 Kolleginnen und Kollegen mit agilen Arbeitsmethoden vertraut gemacht. Mit den Ergebnissen – insbesondere der Umsetzungsquote – sind wir insofern sehr zufrieden.

Was haben wir gelernt und was machen wir zukünftig anders?

Dennoch haben wir uns für den 10. Durchlauf des Innovation LAB einen größeren Relaunch vorgenommen. Dazu haben wir im Vorfeld mit allen Vorständen der DZ BANK sowie allen bisherigen Teilnehmern Interviews geführt, um Handlungsfelder zu identifizieren. So ergaben sich vier primäre Schalthelbel für die Weiterentwicklung.

(1) Strategische Relevanz der Themen: Um im Innovation LAB zu arbeiten, bewerben sich Fachbereiche der DZ BANK Gruppe mit einem Thema, einer Idee oder einer Problemstellung. Dieser Bewerbungsprozess wurde in der Hinsicht ergänzt, dass zukünftig auch Gremien das Innovation LAB beauftragen können. Die Themenvorschläge werden anschließend gesichtet und bewertet. Der Vorstand nimmt die finale Auswahl der Themen vor.

(2) Flexibilisierung der bestehenden Formate: Bisher wurde der Product Owner  von den Fachbereichen für den Zeitraum von 3 Monaten in Vollzeit gestellt. Zukünftig muss der Product Owner nur noch zu 60 % freigestellt werden. An dieser Stelle gehen wir einen Kompromiss ein. Für viele Fachbereiche und insbesondere kleinere Teams ist es eine große Hürde eine Person für 3 Monate zu entbehren. Auf der anderen Seite sind wir fest davon überzeugt, dass das Comittment – in Form der Freistellung eines Product Owners – ein wichtger Erfolgsfaktor für die hohe Umsetzungsquote ist. Viele Konzepte die auf sogenannten Proxy Product Owner (der Product Owner wird vom Lab gestellt) basieren, haben später Probleme bei der Umsetzung. Neben dieser Maßnahme ist die Zusammenarbeit im Lab jetzt auch von verschiedenen Standorten möglich. Außerdem kann man sich nicht nur mit Ideen, sonderen auch mit Problemstellungen bewerben.

(3) Erweiterung um neue Formate: Neben dem bisherigen 3-monatigen Format („Prototyping LAB“) gibt es nun mit dem „Sprint LAB“ ein einwöchiges Kurzformat. In diesem Format kommen verschiedene Methoden zum Einsatz. Unter anderem Design Thinking, Google Design Sprint, Rapid Protoyping und Hackathons. Die Methoden werde für die jeweilige Problemstellung ausgewählt. Auch neu ist das sogenannte „Trend LAB“. Dieses Format nutzen wir in der DZ BANK Gruppe für die Ergründung neuer Trends und Technologien und deren Analyse hinsichtlich vermeintlicher Auswirkungen auf die DZ BANK Gruppe, Chancen und Risiken und möglicher Handlungsempfehlungen. Im neuen Format „Data LAB“ können zukünftig spezielle datengetriebene Anwendungsfälle bearbeitet werden, um verborgene Potenziale aus Daten zu heben oder die Machbarkeit methodisch komplexer Analyseverfahren einzuschätzen. Dieses Know-How fließst selbstverständlich aber auch in die anderen Formate ein.

(4) Vernetzung mit bestehenden Instrumenten: Viele Instrumente, die in den vergangenen Jahren auf den Weg gebracht wurden wie z.b. der Innovation Round Table (Plattform für Transparenz und die Vernetzung von Wissen), der Innovationsradar (digitale Plattform für das gemeinsame Trendscouting) oder Fintech-Kooperationen (z.b. TechQuartier oder Plug´n´Play) werden in das Innovation LAB integriert und besser miteinander verzahnt. So nutzen wir z.b. sogenannte Deep Dive oder Deal Flow Sessions mit Plug´n´Play für die Suche nach spannenden Startups. Wissen, das wir im Rahmen des  Trend LAB generieren, wird über den Innovationsradar der DZ BANK Gruppe zur Verfügung gestellt. Und das Lab selbst ist im TechQuartier angesiedelt und für den Relaunch auch in größere Räumlichkeiten umgezogen.

An dieser Stelle noch einmal unser LAB Konzept im Video:

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Und was kam dabei raus?

Abschließend möchten wir hier noch ein paar Projekte vorstellen, die ganz oder teilweise im Innovation LAB der DZ BANK Gruppe gestartet sind. Viel Spaß dabei. Der nächste Beitrag dieser Serie wird dann das neue Format „Trend LAB“ in den Fokus nehmen.

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