R+V startet Forschungsprojekt zum autonomen Fahren

Autor: Gastautor
Prototypen fahrerlose ShuttlebusseFoto: R+V

Gastbeitrag von Stefan Häfner*

Vier aufregende Wochen sind jetzt vorbei: Auf dem Frankfurter Flughafen haben wir vom R+V Innovation Lab MO14 zum ersten Mal unsere neuen autonomen Shuttles im Straßenverkehr getestet. Ich bin Stefan, ein Drittel des Projektteams, und gemeinsam mit meinen Team-Kollegen Verena  Reuber und Marcel Heinz sehr gespannt darauf, was wir in den nächsten Monaten von und mit unseren hochautomatisierten Fahrzeugen lernen werden.

Neue Technologie wirft Fragen auf

Warum wir uns als Versicherer für diese Technologie interessieren und damit forschen? Weil sich unser Mobilitätsverhalten in den kommenden Jahren und Jahrzehnten verändern wird. Gleich vier bahnbrechende Neuerungen halten Einzug: die Elektromobilität, die Vernetzung der Fahrzeuge, die Sharing Economy – und als alles verändernde Technik, das autonome Fahren. Wer wird unser Versicherungsnehmer in zehn bis 20 Jahren sein, wenn der Fahrer nicht mehr die Verantwortung für das Fahrzeug übernimmt, sondern die Fahrassistenten hochautomatisierter Fahrzeuge uns sicher von A nach B befördern? Welche neuen Risiken ergeben sich durch diesen Fortschritt? Wer könnte in Zukunft Halter der Fahrzeuge sein, werden wir noch eigene PKWs besitzen oder nur noch im Bedarfsfall darauf zurückgreifen?

Schon heute für die Zukunft lernen

Um Antworten auf diese Fragen zu finden, müssen wir das Innovationsfernlicht einschalten und uns proaktiv mit den neuen Herausforderungen beschäftigen. Das Mittel unserer Wahl ist hierbei das autonome Shuttle. Ein kleines Gefäß, dass alle vier großen Technologien – E-Mobilität, vernetztes Fahren, Sharing Economy und autonomes Fahren – verbindet. Dabei spielt die Größe eine entscheidende Rolle hinsichtlich der Effizienz. Jeder kennt das Bild riesiger, fast leerer Doppelgelenkbusse außerhalb der Rush Hour. Der Elektroantrieb ermöglicht geruchs- und geräuschfreien Nahverkehr. Aber er birgt auch neue Risiken, nicht nur durch die Antriebe selbst, sondern auch durch die Ladeinfrastruktur. Die Sensoren in den Shuttles sammeln vielfältige Daten und wir müssen lernen, ein sinnvolles Informationskondensat herauszufiltern, um bedarfsgerecht Risiken bewerten zu können. Statistiken aus der Vergangenheit werden zunehmend von Livedaten verdrängt werden, eng verbunden mit der Frage: „Wer ist zum Unfallzeitpunkt gefahren? Fahrer oder Technik?“. Ein Szenario für die kleinen Shuttles ist der Einsatz als Sammeltaxi auf Anfrage, ein elementarer Bestandteil der Sharing Economy. Nutzen ist das neue Besitzen. Im autonomen Modus, Level 4, lernen wir die Stärken und Schwächen der Fahrzeuge kennen. Was leistet die Technik, was überfordert sie?

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Fortfahren

Gemeinsam sind wir stärker

Alleine können wir diese Mammutaufgabe nicht bewältigen. Deshalb arbeiten wir kooperativ mit Partnern aus Industrie, Forschung, Wissenschaft und Politik zusammen und teilen unsere Erkenntnisse. Unsere Shuttles sind dabei der Schlüssel, denn sie sind die Hauptdarsteller unserer deutschlandweiten Testfelder, bei denen wir im Realbetrieb Praxiserfahrungen sammeln. Die Angst vor Schäden durch die noch sehr junge Technologie können wir unseren Partnern mit einem jeweils maßgeschneiderten Versicherungsschutz nehmen. Unseren Kollegen im R+V Underwriting ermöglichen wir einen ersten Ausblick auf die Sorgen unserer Kunden von morgen. Egal ob riesiger Industriepark oder Großflughafen, jedes Testfeld hat eigene, spezielle Anforderungen.

Um mehr über unsere Fahrzeuge, unsere Motivation und das Team zu erfahren, besucht uns auf https://www.ruv-lab.de/autonomes-fahren/ oder unsere Kollegen der R+V Konzern-Kommunikation unter https://www.ruv.de/presse/pressemitteilungen/20171020-ruv-autonomes-fahren

„Wir stehen vor atemberaubenden Möglichkeiten, die als unlösbare Probleme verkleidet sind.“ – John W. Gardener

*Stefan Häfner ist Innovator und Ideengeber im Innovation Lab MO14 der R+V.

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2 Kommentare

Eigentlich wollte ich mit 5 Sternen bewerten, nicht mit 2. Hat leider mit dem Antippen nicht geklappt.

Ich habe auch einige Ideen, aber keine Möglichkeiten für Realisieren. Wenn es interessant ist setzen Sie sich bitte in Verbindung.
Ich werde gerne zu Verfügung.
Grüße.

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