Wenn Finanzideen im Dschungel entstehen

Autor: Alexander Boldyreff
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Finden Sie es komisch, wenn ein Banker im Dschungel arbeitet? Oder wenn Teams in einer klassischen Werkstatt ihren Jour Fixe machen? Wir nicht (mehr). Was auf den ersten Blick ungewöhnlich wirken mag, ist bei uns im „neuen“ easyCredit-Haus alltäglich.

Unsere Branche befindet sich aktuell in einem substanziellen Veränderungsprozess, indem bewährte Strukturen, Prozesse und Services zunehmend in Frage gestellt werden. Wir als TeamBank stecken inmitten der digitalen Transformation. Die Kunden schätzen smarte, einfache und vor allem schnelle Lösungen, die vom Kunden her gedacht sind. Die Erfahrungen, die Kunden in vielen Lebensbereichen dank der fortschreitenden Digitalisierung machen, adaptieren sie verständlicherweise auf weitere Felder – so auch auf ihr Banking oder – allgemeiner formuliert – auf ihr Liquiditätsmanagement. Dabei verändern sich nicht die Grundbedürfnisse der Kunden, sondern die Art der Befriedigung. Der hybride Kunde will Convenience, überall, 24/7, Schnelligkeit, aber auch Präzision und persönlichen Kontakt und individuelle Beratung. Dazu kommt ein starkes und vor allem dynamisches Wettbewerbsumfeld mit vielen, neuen Playern und sich schnell ändernden Rahmenbedingungen. Wir haben uns die Frage gestellt: Wie müssen Arbeitswelten aussehen, die zu unserer Unternehmenskultur passen?

Das Ergebnis: Es ist kein Selbstzweck und auch kein Denkmal, welches wir als Vorstände erschaffen wollten.  Nur vier Prozent der Ideen entstehen am klassischen Arbeitsplatz. Das ist für uns zu wenig und deswegen lässt unser Bürokonzept viel Raum für Kreativität und Individualität und trägt so zur Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit bei. So sind zum Beispiel unsere Werkstatt oder der Dschungel Quellen für neue Ideen.

Neu ist auch, dass in unserem Gebäude die Homezones analog der Kundenprozesskette aufgebaut sind. Mit dieser Arbeitsweise sind wir in höchstem Maße kundenorientiert und dabei hocheffizient. Dieser Ansatz erlaubt uns auch, uns immer so zu organisieren, dass wir optimal vernetzt sind.

Einen festen Schreibtisch für jeden Mitarbeiter gibt es nicht mehr. Vielmehr kann man sich einen Platz nach seinen Bedürfnissen suchen. Ruhige Ecken, wie unser Lavendelraum oder die Bibliothek, bieten die Möglichkeit, Unterlagen in Ruhe zu durchdenken. Selbstverständlich haben wir aber auch formelle Arbeitsplätze und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich auf kurzen Wegen mit Kollegen auszutauschen – bei einem Kaffee in der Barista-Bar, in der Lounge oder auf der Dachterrasse. Übrigens bilden wir als Vorstände keine Ausnahme – wir haben zwar einen festen Bereich aber keinen festen Arbeitsplatz und natürlich die gleiche Ausstattung wie im gesamten Haus.

Rein funktionell betrachtet ist das easyCredit-Haus ein Werkzeug, um prozessorientiert zu arbeiten und besser und schneller zu kommunizieren und um in der Zukunft erfolgreich zu sein. Die Projektzone und unser Forschungslabor bieten die Möglichkeit, agiler zu arbeiten. Dabei können das HEUTE und die ZUKUNFT im hier und jetzt gelebt werden.

Bei all den Veränderungen in unserem Umfeld ist es natürlich wichtig, dass die Arbeitswelten zur Unternehmenskultur passen. Das erfordert auch viel Kulturarbeit im Vorfeld und einen umfassenden Change-Prozess, um alle Mitarbeiter abzuholen. Diese waren von Anfang an in die Entwicklungen der Arbeitswelten und beim Bau des neuen Hauses integriert, haben unser Gebäude aktiv mitgestaltet und möchten die neue Arbeitsatmosphäre nun nicht mehr missen. Wer uns besuchen kommt, merkt schnell, dass sich unsere Mannschaft hier sehr wohl fühlt und die Arbeitswelten optimal genutzt werden. Viele unserer Mitarbeiter können sich kein anderes Gebäude mehr vorstellen. Dennoch haben wir noch einige optimierungsfähige Punkte, an denen wir weiter arbeiten werden.

Unser Haus stößt übrigens auch extern auf große Begeisterung. Bereits über 5.000 Besucher – insbesondere aus der genossenschaftlichen FinanzGruppe – haben unsere Arbeitswelten kennengelernt.

Seit fast zwei Jahren sind wir nun in dem neuen Haus und für uns steht fest: Unsere  genossenschaftlichen Werte wie Nähe, Transparenz und Kommunikation auf Augenhöhe werden hier für jeden erlebbar.

Und Lust bekommen? Hätten Sie auch Interesse, Ihren klassischen Arbeitsplatz zu „tauschen“ oder haben Sie schon Erfahrungen mit „offenen Arbeitswelten“ gemacht bzw. könnten Sie es sich vorstellen?

Links:

Weitere Fotos vom easyCredit -Haus auf Pinterest

easyCredit-Blog: 3 Dinge, die ich im easyCredit-Haus nicht vermissen möchte

easyCredit-Blog:Warum der Massagesessel in der Arbeit so beliebt ist

8. November 2016, 7:23 Uhr

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Ein Kommentar

“Unsere genossenschaftlichen Werte wie Nähe, Transparenz und Kommunikation auf Augenhöhe werden hier für jeden erlebbar.”
Das kann ich bestätigen bei meinem Besuch (Das “WIR” in der DZ Bank erleben.) Es war ein wunderbares Erlebnis bei der easyCredit – alles auf Augenhöhe, sehr respektvoll sowie freundlich – toll. Die easyCredit ist an vielen Stellen ein Vorbild.

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