FinTech Week Hamburg 2019

Autor: Gastautor

Gastbeitrag von Kira Borowsky, Matthias Coym, Anne Haller*

Im Rahmen unseres Traineeprogramms mit Fokus auf Innovation und Digitalisierung bei der DZ BANK AG hatten wir drei Tage lang die Gelegenheit Erfahrungen auf der FinTech Week in Hamburg zu sammeln, die wir gerne mit euch teilen wollen:

Dienstag:

Unter dem Motto „Create room for your ideas in established structures“ startete die FinTech Week in Hamburg für uns am Dienstag in der Hamburger Volksbank. Im Fokus der gemeinsamen Diskussionen und Vorträge mit Speakern aus der gFG stand die Frage, wie in etablierten Unternehmen Innovationen entstehen können.

Den Auftakt gab Dirk Elsner mit einen Überblick über die Innovationsaktivitäten der DZ BANK. In offenen Raumkonzepten fernab des Bankenalltags können in verschiedenen Formaten über Tage Wochen oder Monate neue Ideen entwickelt und Prototypen erzeugt werden. Anschließend sprach Thomas Schüttler über BAUFINEX und das Zusammenspiel von regionalen Geschäftsmodellen und digitalen Plattformen und diskutierte, ob in diesem Widerspruch ein Zukunftsmodell liegen könnte. Ein besonderes Highlight am Nachmittag war die Vorstellung von myPiggy ein Kooperationsprojekt des DG Verlags mit den Volksbanken. Das Hightech Sparschwein soll Eltern dabei helfen ihren Kindern den Umgang mit Geld beizubringen. Nebst klassischen Münzeinwürf ist myPiggy mit einer App für bargeldloses Sparen ausgestattet. Diese kann zu didaktischen Zwecken auch erst einmal mit virtuellem Geld benutzt werden und dann später mit einem echten Konto verknüpft werden.

Parallel zur Innoconference stand im finhaven Hamburg als Handelsstadt und Logistikzentrum im Vordergrund. Vor allem im Handel sind viele Prozesse noch papierlastig und somit stark verbesserungsfähig. Im Rahmen der Veranstaltung „make trade better“ stellten verschiedene Startups ihre Lösungen für einen digitaleren und effizienteren (Außen-)Handelsprozess vor und boten viel Raum für Dikussionen über die Zukunft.

Mittwoch:

Am Mittwoch startete der Tag mit einem Frühstück mit finleap connect. Ulrike Moritz, Product Lead bei finleap connect, gab Einblicke in die Herausforderungen der Fusion der Fintechs Figo und Finleap, vor allem in Hinblick auf die Unternehmenskultur, betonte aber auch die Chancen des breiteren SaaS Portfolios. Im Anschluss folgte eine rege Diskussion mit den Teilnehmern aus den verschiedensten Industrien und Ländern. Ein großes Thema war hierbei die Einführung der PSD2 Schnittstelle im September, welche  eine große Chance für Fintechs darstellt, aber derzeit von vielen Banken noch nicht in vollen Umfang zur Verfügung steht.

Am Nachmittag präsentierte Gravning das Event „building bridges“, bei dem es vor allem um den europäischen FinTech Markt ging und darum, die internationalen Akteure näher zusammenzubringen. Erfahrungsberichte von Startups aus England, Finnland und der Schweiz zeichneten ein erstaunlich kohärentes Bild. Die Startup Szene ist international aufgestellt und der Krieg um die Talente eine echte Herausforderung. Kosten, die Attraktivität für Talente und das Netzwerk sind wichtige Faktoren für die Wahl des Standorts. Stefan Klein ist überzeugt davon, dass Hamburg ein attraktiver Standort für Gründer ist. Hamburg Invest und Finanzplatz Hamburg e.V. bieten ein attraktives Supportnetzwerk, welches Key Player zusammenbringt und Beratungen zum Beispiel für rechtliche Aspekte anbieten.

Donnerstag:

Als Finale unserer Hamburg Reise standen interaktive Expertenvorträge im Rahmen des Reeperbahn Startup Pitch auf dem Programm. QVC stellte „Das 1×1 der Produktpräsentation“ vor. In einem kurzen Vortrag wurde auf die Besonderheiten des Teleshoppings eingegangen. Wie schafft man es, ein Produkt zu bewerben, das der Kunde weder anfassen noch schmecken oder riechen kann? Um diese Herausforderung zu meistern, fühlt sich der QVC Moderator in die Situation des Kunden und stellt genau die Fragen, die man zu Hause auf der Couch auch hätte. Zudem ist es wichtig, Emotionen zu wecken und Bilder zu zeichnen. So beschreibt sich der Duft einer winterlichen Kerze dann mit dem Bild frisch gebackener Vanillekipferl aus dem Ofen. Ein Großteil der Teilnehmer hatte seine eigenen Produkte dabei, die einmal normal und dann mit Begleitung des QVC Moderators Carsten Bänsch vorgestellt wurden. Aus den anschließenden Feedbackrunden konnte man einiges Mitnehmen. So zum Beispiel, dass es eine große Portion Mut braucht die Führung an den Moderator abzugeben, aber vor allem Authentizität der entscheidende Faktor ist. Für einige Teilnehmer sind das wichtige Punkte, da Sie im Anschluss bei dem QVC Verkauf von ihrem Produkt überzeugen wollen.

Zeitgleich lief der Vortrag „Reality Bites: Wie man sich den Herausforderungen des realen Startup-Lebens stellt“ von Klitschko Ventures. Dr. Wladimir Klitschko mehrfacher Box-Champion und Gründer beschreibt, dass es sowohl körperliche als auch geistige Stärke braucht um seine Ziele zu erreichen. Konkret wurde der F.A.C.E. the challenge-Ansatz vorgestellt. Laut Klitschko sind vier Punkte entscheidend, wenn man seine Herausforderungen nicht nur identifizieren, sondern auch meistern will: Focus, Agility, Concentration und Endurance. Vier Punkte, die wir aus Hamburg mitnehmen und im Verlauf unseres Traineeprogramms beherzigen werden.

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* Kira Borowsky, Matthias Coym und Anne Haller sind Nachwuchskräfte aus dem Programm Trainee 4.0 der DZ BANK AG

7. Januar 2020, 16:04 Uhr

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