LAB #7: Neue Ideen in neuer Location

Autor: Christian Schmitz
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Am 10. September ist der siebte Durchlauf (Batch #7) im Innovation LAB gestartet. Analog zu den ersten sechs LAB-Phasen werden diesmal vier Teams während der 13 Wochen bis Anfang Dezember mittels agiler Entwicklungsmethodik Prototypen entwickeln, kritische Hypothesen mit potenziellen Kunden validieren und zahlreiche Workshops, von Pitch-Training über die Erstellung des Business Case bis hin zur Evil Challenge, durchlaufen.

Nachdem sich das Format des Innovation LAB nach nunmehr sechs erfolgreich durchlaufenen Batches etabliert hat, haben wir im Hinblick auf unsere Räumlichkeiten beinah radikal innoviert: Erstmals testen wir mit dem TechQuartier eine neue Umgebung für das Innovation LAB. Anfang September sind die Teams in die Taunus Hills im Level 3 des Pollux Hochhauses gezogen und arbeiten dort im Open Space neben anderen Großbanken und Startups.

Neben den beiden Themen NaPo und Smart Derivative Contract aus der DZ BANK AG sind mit NotariuS (Bausparkasse Schwäbisch Hall) sowie ViTT (Kooperation von R+V und DZ BANK) zwei Teams aus der DZ BANK Gruppe in diesem Durchgang dabei:

NaPo („NachfolgePortal“) soll die Plattform für Unternehmensnachfolge im Verbund werden. Dazu entwickelt das Team im Innovation LAB den Prototypen einer modularen Plattform, die nicht nur eine automatisierte Potentialerkennung von Nachfolgefällen in Kundenportfolien von angeschlossenen Genossenschaftsbanken bietet. Sie fungiert auch als Informations- und Kommunikationskanal für Firmenkundenbetreuer zur Initiierung und transparenten weiteren Bearbeitung von erkannten Nachfolgeansätzen mit den Nachfolgeberatern der DZ BANK. Über die Aufnahme von Investorensuchprofilen lässt sich NaPo zudem zu einer geschlossenen Börse ausbauen und für die Digitalisierung von Workflows einsetzen.

NotariuS digitalisiert den Kundenkontakt zum Notar beim Immobilienkauf und bietet in diesem Kontext weitere Mehrwertservices an. Als digitaler Concierge unterstützt NotariuS den Kunden bei notwendigen notariellen Beurkundungen im Rahmen des Immobilienkaufs und ermöglicht dem Käufer und Verkäufer Notartermine bequem von Zuhause aus wahrzunehmen. Neben der Entwicklung eines Prototypens werden im LAB die rechtlichen sowie organisatorischen Hürden hinterfragt und überwunden, um die Voraussetzung für die Pilotierung und den weiteren Ausbau von NotariuS zu schaffen.

Das Team „Smart Derivative Contract“ konstruiert eine neue Form eines Finanzderivats, das bestehende komplexe Erfüllungsrisiken und Kosten im außerbörslichen Geschäft reduzieren soll. Inspiriert von Technologien wie „Distributed Ledger (DLT)“ und „Smart Contracts“ wollen die Kollegen mit der Entwicklung eines digitalisierten Derivatekontrakts die Grundlage für ein Pilotgeschäft mit ihrem Kooperationspartner, der Bayerischen Landesbank, schaffen. Dies beinhaltet insbesondere die Herausforderung, diese Technologien in die bestehende Systemlandschaft und Abwicklungsprozesse der Bank zu integrieren sowie rechtliche Fragestellungen zu klären. Ausführliche Informationen zum Thema „Smart Derivative Contract“ finden Sie hier im Innovationsblog.

Mit ViTT soll der Bestätigungsprozess im Rahmen von Renten-Vorkäufen zwischen R+V und der DZ BANK automatisiert werden. Neben mehr ökonomischer Flexibilität für das Portfoliomanagement wird der noch vorwiegend manuelle, von Systembrüchen durchzogene Prozess abgelöst. Das Ziel: deutlich weniger operationelle Risiken. Die Backoffices beider Häuser profitieren von einer potentiellen Beschleunigung des Prozesses. Verprobt werden soll ein Prototyp auf Blockchain-Basis, wobei das Vorhaben technisch keinesfalls festgelegt ist.

Über den Fortschritt der Teams werden wir Sie wie gewohnt im Innovationsblog auf dem Laufenden halten.

24. Oktober 2018, 9:16 Uhr

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Ein Kommentar

Wie cool, dass es mit dem Techquartier geklappt hat!
Bin gespannt was sich diesmal aus den LAB Themen entwickelt.
Liebe Grüße aus Bangkok 🙂

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