Track my Snack – oder: Eine Geschichte über den mühsamen Weg des Erfolgs

Autor: Nadine Brecht
2018-06-04 Track My SnackFoto: Nadine Brecht

Beim 4. GENOHackathon Anfang Januar konnte der Pitch „Track my Snack“ am Ende zwar keinen Paten gewinnen, dennoch war die Reise für die Projektgruppe hier noch lange nicht zu Ende. Seit Januar hat sich viel getan und „Track my Snack“ wurde unter der Federführung von Microsoft und der Fiducia & GAD stetig weiterentwickelt.

Was ist Track my Snack?

Grundidee von Track my Snack beim Pitch von ti&m am 09. Januar war es, einen Prototypen zu bauen, mit dem man Kassenbons abfotografieren kann und die eingekauften Produkte dann automatisch kategorisiert werden. Hierdurch sollte der Nutzer einen Überblick bekommen, für welche Waren(gruppen) er wie viel ausgibt, um so seine Finanzen besser unter Kontrolle zu haben. Perspektivisch hat Track my Snack somit auch das Potenzial, den VR-Finanzmanager sinnvoll zu ergänzen und so beleghafte und beleglose Buchungen zusammenführen. Obwohl die fleißigen Programmierer des Projektteams es schafften, innerhalb von zwei Tagen einen funktionsfähigen Prototyp zu entwickeln, war Track my Snack zu diesem Zeitpunkt noch meilenweit von einem marktfähigen Produkt entfernt.

Unerwartetes Potenzial

Nach einem ersten Brainstorming wurde den Projektteilnehmern schnell klar, dass Track my Snack viel mehr kann, als nur Kassenbons zu kategorisieren. Mit einer vernünftigen Auswertung der getätigten Einkäufe, kann man den Nutzern viele Mehrwerte liefern. Das Projektteam folgte demnach der Einladung von Microsoft Anfang März. Mit Unterstützung der Fiducia & GAD diskutierte man gemeinsam, welches Geschäftsmodell für Track my Snack am sinnvollsten wäre. Hierbei wurden einige spannende Ideen entwickelt: Unter anderem war beispielsweise von einer Einkaufsprognose auf Grundlage der vergangenen Einkäufe und Rezeptvorschlägen auf der Basis der eingekauften Waren die Rede. Jeder Projektteilnehmer hatte im Nachgang die Ideen sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Umfeld vorgestellt, um eine erste grobe Richtung zu bekommen, wofür ein Bedarf vorhanden wäre.

Keine Zeit zum Ausruhen

Am 26.04. wurde die Weiterentwicklung von Track my Snack nun nochmals bei der Fiducia & GAD gepitched und ist immer noch auf Erfolgskurs: Mitte Juni findet im Co-Working-Space „Impact Hub“ in München ein „Bootcamp“ zur Validierung der Idee statt, bevor es am 12. Juli zum Marktckeck im Innovationsraum der Fiducia & GAD in Karlsruhe geht.

Danach hat das Projektteam weitere drei Monate Zeit, das Geschäftsmodell weiter zu vertiefen, um sich Ende Oktober erneut einer kritischen Jury zu stellen. Man darf also gespannt sein, wie es mit Track my Snack noch weitergeht.

Ein langer Weg

Die Geschichte von Track my Snack zeigt, wie mühsam der Weg von einer ersten Idee zu einem marktfähigen Produkt sein kann. Erfolg und Misserfolg liegen oft nahe beieinander. Hat man einen Pitch erfolgreich überstanden, folgt meist bald darauf der nächste: Hierbei wird die Idee von Pitch zu Pitch stetig weiterentwickelt, bis man irgendwann einen echten „Business Case“ vor Augen hat, der mit der anfänglichen Idee aber möglicherweise nicht mehr allzu viel zu tun hat. Ausdauer, Biss und vor allem viel Herzblut seitens des Projektteams sind nötig, um bei diesem, mitunter langatmigen Entwicklungsprozess, nicht irgendwann den Kopf in den Sand zu stecken.

11. Juni 2018, 9:36 Uhr

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