Kooperation mit Fintech eppf ermöglicht Kapitalmarktzugang für kleinere Emittenten

Autor: Gastautor
Wolfgang Koehler, Vorstandsmitglied der DZ BANK, bei der Vorstellung der eppf vor rund 50 ausgewählten Kunden der DZ BANK
Wolfgang Koehler, Vorstandsmitglied der DZ BANK, bei der Vorstellung der eppf vor rund 50 ausgewählten Kunden der DZ BANK

Autor: Mike Richter*

Zahlreiche Unternehmen besorgen sich mithilfe der DZ BANK Geld an den Kapitalmärkten – etwa durch Anleiheemissionen. Das kommt allerdings meist nur für größere Firmen mit regelmäßigem Finanzierungsbedarf in Frage. Seit Kurzem kann die DZ BANK jedoch auch für kleinere oder seltener auftretende Emittenten eine Lösung anbieten – gemeinsam mit dem Luxemburger Fintech eppf.

Für große Konzerne und Banken ist die Aufnahme von Fremdkapital über den Kapitalmarkt eine Routineübung. Sie emittieren meist großvolumige Anleihen oder Schuldscheine und haben hierfür die entsprechende Infrastruktur. Anders sieht es für Emittenten aus, die weniger oder seltener Finanzierungsbedarf haben, beispielsweise regionale Förderbanken oder auch gehobene mittelständische Unternehmen. Für sie ist der Weg an den Fremdkapitalmarkt oft nicht zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen machbar.

Ihnen kann die DZ BANK künftig gemeinsam mit dem Luxemburger Fintech-Unternehmen european primary placement facility (eppf) einen einfacheren Zugang zum Kapitalmarkt ebnen. eppf bietet den Kunden eine technische und rechtliche Plattform für die Emission von Anleihen an. Auf dieser Plattform sind die meisten der für den Emissionsprozess notwendigen Schritte wie Dokumentation und Abwicklung weitgehend standardisiert. Viele Vorbereitungen fallen nur einmalig beim Beitritt des Kunden an – bei Folgeemissionen sind diese nicht mehr notwendig. Durch die daraus entstehenden Effizienzgewinne ist es für Emittenten möglich, zu sehr geringen Transaktionskosten Fremdkapital über den Kapitalmarkt aufzunehmen. Dadurch wird die Anleiheemission auch für kleinere oder nur sporadisch am Kapitalmarkt aktive Emittenten ab einem Volumen von 10 Millionen Euro je Transaktion möglich.

Für DZ BANK-Kapitalmarktvorstand Wolfgang Koehler hat das neue Angebot einen Signalcharakter über das Anleihegeschäft hinaus: „Die Digitalisierung ganzer Wertschöpfungsketten steht im institutionellen Kapitalmarktgeschäft noch am Anfang. Im Gegensatz zum Privatkundengeschäft ist hier der Grad an Standardisierung geringer, die Komplexität teils höher, die menschliche Komponente in der Beratungs- und Konzeptionsleistung größer. Insofern finde ich es besonders bemerkenswert und erfreulich, wenn sich neue Angebote und Plattformen im institutionellen Kapitalmarktgeschäft etablieren, die das Geschäft für alle Beteiligten einfacher, schneller und effizienter machen können“, sagte Wolfgang Koehler bei der Vorstellung der eppf vor rund 50 ausgewählten Kunden der DZ BANK.

Der flexible und modulare Rahmen der eppf ermöglicht schlüsselfertige Anleiheemissionen in kurzer Zeit und einfachster Weise. Die Bandbreite möglicher Emissionen umfasst Commercial Paper ebenso wie langlaufende Benchmark-Anleihen jeweils in der Form von Privatplatzierungen oder öffentliche Emissionen mit einem Listing am regulierten Markt, im Freiverkehr oder ohne Listing. Die eppf-Plattform hat mit einer von der DZ BANK initiierten und durchgeführten Debüt-Transaktion im Dezember 2017 ihre Arbeit aufgenommen und ihre Funktionstüchtigkeit einwandfrei bewiesen.

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*Mike Richter begleitet im Anleiheemissionsgeschäft der DZ BANK Emittenten der Öffentlichen Hand.

29. Januar 2018, 14:34 Uhr

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