Batch #2 im Innovation LAB der DZ BANK abgeschlossen

Autor: Dirk Elsner
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Die Zeit ist wieder rasant vergangen. Die im Februar gestarteten Teams des Innovation Labs der DZ Bank haben ihre Laborarbeit abgeschlossen. Gestern fanden vor dem Vorstand der DZ BANK und der Union Investment die finalen Pitches der vier Teams aus dem Lab statt.

Die vier Product Owner hatten jeweils sieben Minuten Zeit, ihr Produkt vorzustellen und im Anschluss weitere Fragen zu beantworten. In diesen insgesamt 10 bis 15 Minuten kondensierten sich für die drei Kolleginnen und Kollegen aus der DZ BANK sowie dem Kollegen aus der Union Investment drei Monate intensive Arbeit.

Für einen LAB-Durchlauf stellen die mit einem Thema einziehenden Fachbereiche aus der DZ BANK und den Gruppenunternehmen den Product Owner und je nach Bedarf weitere Team-Mitglieder in Teil- oder Vollzeit, die im LAB arbeiten. Anfang Februar sind vier Teams mit dem 2. Durchgang gestartet (siehe zur Vorstellung der Themen „Auf ein Neues: Mit LUISA und HUGO im Innovation LAB“). Drei intensive Monate liegen hinter den Teams.

Wir verstehen das Lab als ein Angebot für die Fachbereiche und Gruppenunternehmen, Prototypen für neue Produkte und Prozesse zu entwickeln und zu verproben. Wir haben in dem Beitrag „So arbeiten wir im Innovation LAB der DZ BANK“ skizziert, wie wir grundsätzlich im Lab mit den Teams arbeiten. Das Lab beinhaltet dabei Raum, Methode, Coaching und Ressourcen.

Wir haben den zweiten Durchgang begleitend zur eigentlichen Teamarbeit um einige Coachingformate ergänzt. Die Arbeit ähnelt damit einem Accelerator-Programm, wie es auch für Startups durchgeführt wird. Zu den Formaten gehören etwa die Erstellung eines Business-Plans, Pitch-Trainings und die sogenannte „Evil Challenge“. Die in diesem Durchgang erstmals durchgeführte Evil Challenge dient dazu, sich einmal einen Nachmittag auf die Schwächen des Konzepts zu konzentrieren. Gruppen in Labors, ähnlich wie Startups in einem gemeinsamen Techzentrum, neigen dazu, eher die Informationen auszuwählen und zu interpretieren, die in das eigene Bild passen (Fachleute nennen das Bestätigungsfehler oder kognitive Verzerrung). In der Evil Challenge versuchen wir diese Verzerrung aufzulösen.

Zu den Aufgaben der Laborgruppen gehört es, nicht nur in Zusammenarbeit mit den Entwicklern einen Prototyp zu erstellen und diesen mit den potenziellen Zielgruppen zu verproben. Ebenso wichtig ist es, sich Gedanken über die organisatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu machen und die Zeit nach Beendigung der Lab-Phase zu planen. Termine mit Compliance, Datenschutz und IT-Sicherheit dienen etwa dazu, die entsprechenden Anforderungen zu kennen und für die weitere Planung berücksichtigen zu können.

Die letzte Woche im Lab steht dann ganz im Zeichen der Abschlusspräsentation vor dem Vorstand. Dafür gilt es, die wirklich wichtigsten Informationen aus drei Monaten herauszuarbeiten, die Prototypen vorzustellen und einen Ausblick zu geben. Ganz entscheidend ist dabei, die Gelegenheit für einen Beschlussvorschlag zu nutzen, denn nach der Phase im Innovation Lab kämpfen die Projekte um knappe Budgets und Ressourcen. Da gilt es, den Vorstand von den Vorzügen des eigenen Projekts zu überzeugen.

Die Aufregung vor den finalen Pitches, die gestern Morgen ab 8:30 Uhr stattfanden, war natürlich hoch. Das liegt auch an ganz banalen Fragen, wie einer funktionierenden Präsentationstechnik und fehlerfrei laufenden Prototypen. Die Erfahrung zeigt, dass immer etwas schief gehen kann. Diesmal hat alles geklappt.

3. Mai 2017, 11:37 Uhr

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