Smartphone-Banking: “Bankomo” der ReiseBank gestartet

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Seit mehreren Jahren schon hat die ReiseBank das Thema Ethnic Banking im Blick. Kein Wunder, schließlich sind wir als einer der beiden größten Western Union-Agenten eine der großen zentralen Anlaufstellen für viele Menschen mit Migrationshintergrund. Unsere Produkte sind passgenau: Wir tauschen Sorten und wir sind zugleich eine Anlaufstelle für all jene, die „unbanked“, aber darauf angewiesen sind, schnell Geld in die Heimat transferieren zu können oder aus der Heimat welches zu erhalten. Wir sind wertgeschätzt bei diesen Kunden, auch weil unsere Mitarbeiter an den Schaltern der Geschäftsstellen oftmals ihre Sprache sprechen. In der Summe gibt es nach unseren Schätzungen rund 4,5 Millionen Kunden in Deutschland, die spezielle Finanzprodukte benötigen, aber zu großen Teilen kein Kunde bei einem etablierten Finanzinstitut in Deutschland sind.

Ein rein digitales Produkt mit mehrsprachiger Nutzerführung

Vor diesem Hintergrund haben wir ganz dezidiert begonnen, ein rein digitales Produkt aufzusetzen, das sich an Menschen mit hoher Mobilität wendet und deren Bedürfnisse antizipiert. Das heißt, es muss mehrsprachig sein – weshalb wir eine deutsche und eine englischsprachige Nutzerführung in die App integriert haben – und es muss intuitiv sein. Außerdem wollten wir das Problem angehen, dass viele Menschen erst einmal bei einer Bonitätsabfrage durch das Raster fallen würde. Dies haben wir dadurch gelöst, dass wir ein reines Guthabenkonto aufgesetzt haben, an das eine guthabenbasierte Prepaid-Kreditkarte angebunden wird. Klassische Kontofunktionen wie zum Beispiel Überweisungen oder Lastschriften müssen in der Funktionalitäten-Liste von Beginn an enthalten sein.

Alle Menschen haben ein Smartphone

Außerdem war uns eine sehr communityfreundliche Peer-to-Peer-Zahlungsfunktion wichtig. Aus unserer Sicht die Perspektive des mobilen, schnellen und unkomplizierten Zahlungsverkehrs auf einem Endgerät, das alle Menschen heute haben, die mobil unterwegs sind: ein Smartphone. Also auch Geflüchtete oder Menschen, die aus dem Ausland kommend auf dem deutschen Arbeitsmarkt angeworben werden sollen oder Arbeit suchend sind, oder Menschen, die zu Zwecken der Aus- oder Weiterbildung kurzfristig in Deutschland sind: Was alle eint, ist, dass sie ein Smartphone haben. Und dass es ihre wesentliche Kommunikationszentrale ist. Für diese wollen wir ein schlankes Finanzprodukt bieten. Das war die Geburtsstunde der Idee von bankomo. Ein Kunstbegriff, der sich aus den Bestandteilen bank, online und mobil zusammensetzt.

In kurzer Zeit zur Marktreife entwickelt

Im September 2016 sind wir mit dem Projekt gestartet, unterstützt von der Wirecard Bank AG, die im Bereich Smartphone-Konto bereits Erfahrungen gesammelt hat und als Innovationsbringer und Serviceprovider die ideale Ergänzung für die ReiseBank darstellte. Mit EY haben wir den Beratungspartner gefunden, der uns auch im Bereich Consulting und Rechtsfragen die notwendige Sicherheit gegeben hat. Im April, also gerade einmal sieben Monate später, ist jetzt die Vorregistrierungsseite zu bankomo gestartet. Und im Frühsommer werden wir den App-Download starten. Darauf sind wir stolz: Dass das kleine Digital-Lab der ReiseBank – natürlich mit Unterstützung ihrer professionellen Partner – in relativ kurzer Zeit bankomo an den Start gebracht hat. Und viele spannende Funktionen sind noch in Vorbereitung. Denn natürlich ist bankomo ein Ökosystem. Ein Produkt, das eigentlich nie fertig ist und das sich den Bedürfnissen der Kunden anpassen und schlanke Lösungen bieten muss. bankomo bleibt damit ein spannendes Produkt – auch nach seiner Markteinführung. Dazu gehört auch, dass wir hoffen, dass viele Volksbanken Raiffeisenbanken mögliche Kunden aus den beschriebenen Zielgruppen an bankomo.de verweisen. Ein Überleitungsprozess, den wir in den kommenden Wochen mit ausgewählten Testbanken pilotieren werden.

Weitere Informationen zu Bankomo finden Sie auf der eigenen Webseite bankomo.de und in dieser Pressemeldung der ReiseBank.

26. April 2017, 7:57 Uhr

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