Mit Design Thinking zu neuen Lösungen im Zahlungsverkehr

Autor: Gastautor
innows_profizv-27Foto: Burcin Berk

Von Burcin Berk und Michael Hagner

Design Thinking ist eine Kreativmethode, um in interdisziplinären Teams schnell Lösungen zu entwickeln, die gerne auch etwas ungewöhnlich sein dürfen. Der Erfolg bei der Präsentation eines Prototypen, soviel vorweg, bestimmt letztendlich über die Qualität der Lösung.

Es gibt viele Methoden, um schnell neue Lösungen zu entwickeln. Ein Beispiel sind die von der DZ BANK veranstalteten Hackathons. Doch können auch im Alltagsgeschäft und bei eher ‚gewöhnlichen‘ Fragen Kreativmethoden die klassischen Brainstorming Workshops ersetzen?

Um diese Frage zu beantworten, haben wir für eine, in einem Gruppenmeeting aufgeworfene Frage zu einem Fachthema, nicht den ‚normalen‘ Lösungsfindungsprozess losgetreten, sondern haben erstmals die Design Thinking Methode angewandt.

Als größte Hürde stellte sich nicht die Bereitschaft der KollegInnen aus anderen Gruppen zur Teilnahme heraus, sondern die Terminfindung. Nachdem diese abgeschlossen war, gingen wir ergebnisoffen in den ersten Workshop.

Dabei wurden die Fragestellung bzgl. der Optimierung ProFi ZV („Professionalisierung Zahlungsverkehr im Firmenkundengeschäft“, eine Beratungsdienstleistung des Transaction Managements der DZ BANK an die Volksbanken Raiffeisenbanken) konkretisiert und die ersten Verständnisübungen zum Thema und zu den Zielpersonen durchgeführt. Unter anderem wurde mit zwei Mitarbeitern von Volksbanken Raiffeisenbanken Telefoninterviews vereinbart. Als Ergebnis enstand eine sogenannte Persona als Muster für die Zielkunden von ProFi ZV.

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Foto: Burcin Berk

Überraschenderweise – auch für die Moderatoren – hat sich das Team dann dazu entschieden, eine erweiterte Feldforschung zum besseren Verständnis der Bedürfnisse der Banken durchzuführen.

In der Folge wurden acht Volksbanken Raiffeisenbanken mit vier Vorständen, fünf Firmenkundenleiter und sieben Zahlungsverkehrsberatern in einem Präsenztermin interviewt. In der folgenden Darstellung steht eine ganz kurze Zusammenfassung der Themenfelder aus den Interviews:

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Die Ergebnisse wurden in einem zweiten Workshop aufbereitet und mit einem konsolidierten Blick auf die Bedürfnisse der Zielkunden ging es letztlich in die Ideenfindung und in das Prototyping.

Eine Jury sowie die Teilnehmer haben dann zu den erarbeiteten Lösungen Feedback gegeben. Das wird helfen, die Lösungen weiter zu konkretisieren und für eine Umsetzung vorzubereiten.

Auch wenn die entwickelten Lösungen evtl. nicht 1:1 umgesetzt werden können, so sind garantiert Teilaspekte dabei, die sofort oder in der nächsten Zeit in die Weiterentwicklung ProFi ZV einfließen. Dadurch wird es möglich sein, das Angebot für die Volksbanken Raiffeisenbanken und letztendlich auch für die DZ BANK effizienter und effektiver zu gestalten.

Das Interessante am Design Thinking Ansatz ist, dass die Ergebnisse evtl. in eine ganz andere Richtung laufen, als die Fachleute sich das (bereits im Vorfeld) denken. So wurde auch in diesem Fall eine Lösung entwickelt, die ein grundsätzliches Umdenken im ProFi ZV Prozess zur Folge haben kann.

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Das Moderatorenteam bedankt sich bei allen Teilnehmern, bei der Jury und bei den Sponsoren für die nachhaltige Unterstützung und die Bereitschaft, in diesen neuartigen Lösungsansatz Zeit und Ressourcen zu investieren. Wir glauben, das Ergebnis war es wert.

 

PS: Bei Interesse an der Design Thinking Methode und zum Nachlesen von Fachbegriffen im Blog, empfehlen wir folgende Links:

https://hpi.de/school-of-design-thinking/design-thinking.html

http://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/design-thinking

Designen, hacken, Lego bauen. Und das in einer Bank?

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10. November 2016, 7:55 Uhr

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